Der Gegner –
Fakten zu Prostatakrebs

Prostatakrebs ist eine Krebsart, die mehr Menschen betrifft, als man denkt: Mit 57.400 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Das Risiko eines einzelnen Mannes, an diesem Krebs zu erkranken, beträgt etwa 12 %. Das bedeutet, dass jeder achte Mann in seinem Leben an Prostatakrebs erkrankt. 90 % der Betroffenen überleben mindestens 10 Jahre; viele von ihnen allein durch eine aktive Überwachung, indem sie regelmäßig kontrolliert werden. Es versterben deutlich weniger als an Lungen- oder Darmkrebs.

Es lohnt sich also allemal, sich mit dem Thema Früherkennung des Prostatakarzinoms auseinanderzusetzen und die Vor- und Nachteile für sich zu bewerten. Weitere Infos zu dem Thema findest Du hier.

Kann jeden treffen – Diagnose Prostatakrebs

Sportlich, fit, sorglos und kerngesund? Erst als Paul die Diagnose Prostatakrebs erhielt, wurde ihm klar, wie wichtig die Früherkennungsuntersuchung sein kann.

 

Mehr erfahren

Vorab-Analyse – Die Diagnostik

Vorab-Analyse – Die Diagnostik

In den Anfangsstadien treten keine Beschwerden auf. Erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann es zu Schmerzen im Becken- und Rückenbereich sowie zur Beeinträchtigung der Blasen- oder Darm-Funktion kommen.

Die Früherkennung bietet Vorteile: Wird ein Tumor zu einem Zeitpunkt erkannt, an dem er noch auf die Prostata begrenzt ist, so ist er meist besser behandelbar und die Heilungschancen sind höher. Ein möglicher Nachteil der Früherkennungsuntersuchung ist, dass sie einen nicht eindeutigen Befund hervorbringen kann, sodass weitere Kontrollen – rückblickend – bei dem ein oder anderen Mann zu einer Überbehandlung führen, obwohl der Krebs keiner Behandlung bedurft hätte.

 

Fakten Prostatakrebs

FRÜHERKENNUNG

In Deutschland ist bei Männern mit einer Lebenserwartung von mehr als 10 Jahren die Früherkennungsuntersuchung von Prostatakrebs ab 45 Jahren vorgesehen. Dann sollen sie über die Möglichkeiten und Inhalte der Untersuchung sowie deren Folgen aufgeklärt werden. Wird der Wunsch nach Früherkennung geäußert, wird einmalig ein bestimmter Blutwert gemessen, das Prostataspezifische Antigen oder abgekürzt PSA. Außerdem wird ein Tastbefund (digital-rektale Untersuchung) erhoben. Je nach Befund und Lebensalter werden dann Kontrolluntersuchungen alle 1 – 4 Jahre empfohlen. Bei Männern über 70 Jahren mit einem niedrigen PSA-Wert kann sogar auf weitere Folgeuntersuchungen verzichtet werden.

 

zur FRÜHERKENNUNG

00:00

Im Bild zu Prostatakrebs

Prof. Kuczyk von der Medizinischen Hochschule Hannover äußert sich in den ersten beiden Videos, warum es wichtig ist, sich als Mann mit dem Thema Früherkennung Prostatakarzinom auseinanderzusetzen und wie die Heilungschancen von Prostatakrebs sind. Im dritten Video erklärt Timm Hahn, Facharzt für Urologie und Vorstandsvorsitzender der Urologengenossenschaft Hannover eG, welche Symptome auf Prostatakrebs hinweisen können.

00:00
00:00

Taktisches Vorgehen – Die Therapie

Zur Therapie von Prostatakrebs gibt es verschiedene Ansätze. Wenn die Diagnose gestellt ist, wird eine individuelle Therapieempfehlung gemeinsam mit dem Patienten abgestimmt und geplant.

Aktive Überwachung

Wenn kein Eingriff notwendig ist, wird eine besondere Überwachung wichtig, damit bei Fortschreiten der Erkrankung rechtzeitig eine Therapie begonnen werden kann.

Operation

Ist die Erkrankung auf die Prostata begrenzt, kommt neben der Überwachung auch eine Operation in Frage. Bei dem chirurgischen Eingriff werden die Prostata und gegebenenfalls in der Nachbarschaft liegende Lymphknoten entfernt. Diese Operation ist vor allem sinnvoll, wenn nur das Gewebe der Prostata betroffen ist.

Strahlentherapie

Ist die Erkrankung auf die Prostata begrenzt, kommt neben der Überwachung oder Operation auch eine Strahlentherapie in Frage. Bei der Strahlentherapie wird durch äußere oder innere Bestrahlung das Gewebe des Prostatakrebses zerstört.

Hormontherapie

Sind bereits andere Organe betroffen, weil der Tumor gestreut hat oder die anderen Therapien nicht erfolgreich sind, kann es sinnvoll sein, zusätzlich eine Hormontherapie anzuwenden. Die Hormontherapie wirkt systemisch, das heißt im ganzen Körper. Da das Wachstum von Prostatakrebszellen primär abhängig von Hormonen ist, wird bei der Hormontherapie die Wirkung dieser Hormone unterdrückt. Allerdings können sich Krebszellen verändern und nach einer gewissen Zeit auf diese Art von Therapie nicht mehr ansprechen.

Chemotherapie

Sind bereits andere Organe betroffen, weil der Tumor gestreut hat oder die anderen Therapien nicht erfolgreich sind, kann es sinnvoll sein, zelltoxische Substanzen (Zytostatika) alleine oder in Kombination mit einer Hormontherapie einzusetzen, um das Wachstum der Krebszellen zu stoppen.

langfristige_beobachtung

Langfristige Beobachtung

Nicht alle Männer, die im Laufe ihres Lebens ein Prostatakarzinom entwickeln, müssen mit einer Einschränkung ihrer Lebenserwartung oder Lebensqualität durch den Krebs rechnen. Die Strategie des Zuwartens kommt insbesondere für Männer mit einer eingeschränkten Lebenserwartung von < 10 Jahren in Frage. Bei diesen Patienten lassen die Untersuchungen ein so langsames Wachstum vermuten, dass keine Lebensgefahr besteht.

Auf einen Klick