Der Gegner –
Fakten zu Prostatakrebs

Prostatakrebs ist eine Krebsart, die mehr Menschen betrifft, als man denkt: Mit 67.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland.
Die Sterberaten sind nur bei Lungen- und Darmkrebs höher.

Häufigste Krebserkrankungen in Deutschland bei Männern (2010) Altersspezifische Erkrankungsraten

Trotz allem sind die Heilungschancen von Prostatakrebs sehr gut, wenn die Erkrankung frühzeitig erkannt wird. Alle wichtigen Infos zur Früherkennungsuntersuchung findest Du hier.

Kann jeden treffen – Diagnose Prostatakrebs

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„Ich dachte, ich bin unverwundbar.“

Sportlich, fit, sorglos und kerngesund?
Erst als Paul die Diagnose Prostatakrebs erhielt, wurde ihm klar, wie wichtig die Früherkennungsuntersuchung ist.

Vorab-Analyse – Die Diagnostik

In den Anfangsstadien treten häufig keine Beschwerden auf. Erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung kann es zu spürbaren Symptomen kommen. Typisch sind Schmerzen im Beckenbereich sowie die Beeinträchtigung der Blasen- oder Darm-Funktion. Deshalb ist es besonders wichtig, die Früherkennungsuntersuchung wahrzunehmen und auf Alarmsignale zu achten.
Je früher Prostatakrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Früherkennung

In Deutschland ist bei Männern die Früherkennungsuntersuchung von Prostatakrebs ab 45 Jahren vorgesehen. Dabei werden jährlich bestimmte standardisierte Untersuchungen, wie z.B. die Tastuntersuchung (digital-rektale Untersuchung) durchgeführt. Allerdings ist es ratsam, bei Beschwerden oder Sorgen direkt einen Arzt aufzusuchen und den Wunsch nach einer Untersuchung zu äußern.
FRÜHERKENNUNG:
RELEVANZ & ABLAUF

Im Bild zu Prostatakrebs

Prof. Kuczyk von der Medizinischen Hochschule Hannover verdeutlicht in den ersten beiden Videos, warum die Früherkennungsuntersuchung von Prostatakrebs so wichtig ist und wie die Heilungschancen von Prostatakrebs sind. Im dritten Video erklärt Timm Hahn, Facharzt für Urologie und Vorstandsvorsitzender der Urologengenossenschaft Hannover eG, welche Symptome auf Prostatakrebs hinweisen können.

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Taktisches Vorgehen – Die Therapie

Zur Therapie von Prostatakrebs gibt es verschiedene Ansätze. Wenn die Diagnose gestellt ist, wird eine patientenindividuelle Therapieempfehlung ausgesprochen.

Wenn kein Eingriff notwendig ist, ist eine besondere Beobachtung wichtig, damit bei Fortschreiten der Erkrankung eine Therapie eingesetzt werden kann. Wenn die Erkrankung auf die Prostata beschränkt ist, kommen neben der Überwachung auch eine Operation oder Strahlentherapie in Frage.
Sind bereits andere Organe betroffen, weil der Tumor gestreut hat oder die anderen Therapien nicht erfolgreich sind, wird zusätzlich eine Hormon- oder Chemotherapie angewandt.

operation

Operation

Bei dem chirurgischen Eingriff wird die Prostata entfernt. Diese Operation ist vor allem sinnvoll, wenn nur das Gewebe der Prostata betroffen ist.

strahlentherapie

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist eine organerhaltende Therapie. Die Strahlen sollen die Krebszellen in der Prostata abtöten.

Hormontherapie

Hormontherapie

Die Hormontherapie wirkt systemisch, das heißt im ganzen Körper. Da das Wachstum von Prostatakrebszellen primär abhängig von Hormonen ist, wird bei der Hormontherapie die Wirkung dieser Hormone unterdrückt. Allerdings können sich Krebszellen verändern und nach einer gewissen Zeit auf diese Art von Therapie nicht mehr ansprechen.

Chemotherapie

Chemotherapie

Wenn der Prostatakrebs weit fortgeschritten ist und nicht mehr auf die Hormontherapie anschlägt, werden häufig synthetische Substanzen (Zytostatika) eingesetzt, die die Zellteilung sich schnell teilender Zellen stoppen sollen.

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FAKTEN PROSTATAKREBS