Deine Manndeckung –
Die Früherkennung

Das Wichtigste vorweg: Die Früherkennungsuntersuchung Prostatakrebs ist bei weitem nicht so schlimm wie ihr Ruf. Auch wenn sie ein wenig unangenehm sein kann, ist sie in der Regel schmerzfrei und schnell erledigt. Kein Grund also, in die Defensive zu gehen.
Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Prognosen bei Prostatakrebs von einer möglichst frühen Erkennung abhängen. Umso erstaunlicher, dass nur 15 bis 20 Prozent der Männer die Möglichkeit der Krebsfrüherkennung nutzen.
 
 
Handle also nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ und gehe beim Thema Früherkennung so früh wie möglich in die Offensive. Denn auch wenn gemäß des gesetzlichen Früherkennungsprogramms die Früherkennungsuntersuchung von Prostatakrebs erst ab 45 Jahren vorgesehen ist, gilt bei Prostatakrebs:
Je früher erkannt, desto höher die Heilungschancen.

Fast ein Heimspiel –
Die Früherkennungs­untersuchung

Anstoß: Dieser Erklärfilm gibt dir einen schnellen und leicht verständlichen Einblick in den Ablauf der Früherkennungsuntersuchung von Prostatakrebs.

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Welche Untersuchungen gehören zur Früherkennungsuntersuchung und wie läuft diese im Detail ab?
Im Folgenden findest Du dazu einen kleinen Überblick. Ins Detail geht es hier:
Ablauf Früherkennungsuntersuchung.

 

bluttest

Vorbereitungen und Bluttest

Vor der eigentlichen Untersuchung der Prostata führt Dein Arzt mit Dir ein ausführliches Gespräch über Beschwerden und mögliche Vorerkrankungen. Dann werden zunächst Hoden und Penis sowie Lymphknoten und Haut in der Leiste abgetastet. Während dieser Voruntersuchungen liegst Du bequem auf einer Liege.

Einen weiteren Hinweis, ob eine Veränderung an der Prostata vorliegt, kann unter Umständen der sogenannte PSA-Test geben. Für diesen wird etwas Blut abgenommen und das Level des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) bestimmt. Das Protein wird von den Prostatadrüsen gebildet und kann bei Prostatakrebs erhöht vorliegen. Ein erhöhtes PSA-Level kann aber auch andere Ursachen haben. Die Aussagekraft des PSA-Tests ist daher umstritten.

In der Früherkennung ist der PSA-Test eine sogenannte IGe-Leistung, die der Patient selber zahlt, da der Nutzen eines PSA-Screenings bisher nicht belegt werden konnte.

 

digital-rektale Untersuchung

Digital-rektale Untersuchung

Für die rektale Tastuntersuchung wirst Du Dich dann in der Regel auf die Seite drehen. Wichtig ist, dass Du Dich in Deiner Liegeposition entspannen kannst. Nun wird die Prostata rektal mit dem Finger abgetastet. Hierfür zieht sich der Arzt einen Handschuh über und macht etwas Gel darauf, um den Finger leichter einführen zu können. Die Tastuntersuchung dauert in der Regel nur etwa 10-20 Sekunden.

Sollte der Arzt etwas Ungewöhnliches ertasten, kann im Anschluss an die Tastuntersuchung und den Bluttest mit Hilfe einer Sonde ein Ultraschall der Prostata durchgeführt werden. Auch diese Untersuchung ist schon nach etwa einer Minute erledigt.

Richtig absichern –
weiterführende Untersuchungen

biopsie

Biopsie

Falls im Rahmen der Früherkennung Hinweise auf einen Prostatakrebs bestehen, sollte eine weiterführende Diagnostik durch die Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie) erfolgen. Wird in der Gewebeprobe Krebsgewebe nachgewiesen, erfolgt anhand dieser Probe eine Stadieneinteilung der Erkrankung.

Noch unentschieden? Stimmen zur Früherkennung

Wie läuft eine Früherkennungsuntersuchung eigentlich ab? Diese Frage beantwortet Timm Hahn, Facharzt für Urologie und Vorstandsvorsitzender der Urologengenossenschaft Hannover eG, im ersten Video.
Stefan Mertesacker, Fußballtrainer und -funktionär von HANNOVER 96, erklärt im zweiten Video, welche Erfahrungen er als Patient bei der Früherkennungsuntersuchung von Prostatakrebs gemacht hat.

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